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Mit Schreiben vom 24. Februar 2016 hat sich das Bundesministerium für Finanzen zum Thema Sachbezugswert für arbeitstägliche Zuschüsse geäußert. Im vorliegenden Sachverhalt hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Berechtigung zu den arbeitstäglichen Mahlzeiten auf elektronischen Weg, z.B. durch eine App, gewährt.

Hat der Arbeitnehmer aufgrund seines Arbeitsvertrags einen Anspruch auf arbeitstägliche Zuschüsse zu Mahlzeiten, so zählt die Mahlzeit als Arbeitslohn mit dem maßgebenden amtlichen Sachbezugswert. Dies ist allerdings nur dann der Fall, wenn:

  1. tatsächlich Mahlzeiten erworben wurden

  2. für jede Mahlzeit nur ein  Zuschuss beansprucht werden kann

  3. der Zuschuss den amtlichen Sachbezugswert einer Mittagsmahlzeit von 3,10 EUR nicht übersteigt

  4. der Zuschuss den tatsächlichen Preis nicht übersteigt

  5. der Zuschuss nicht von Arbeitnehmern beansprucht werden kann, welche eine Auswertstätigkeit ausüben und deren Beschäftigungsverhältnis kürzer als 3 Monate ist (§ 9 Abs. 4a S. 6+7 EStG)

Eine vertragliche Beziehung zwischen dem Arbeitgeber und dem Unternehmen, welches die Mahlzeit abgibt, muss nicht bestehen. 

Wie wird aber nun die Überlassung von Essensmarken (Papierform oder elektronisch) steuerlich behandelt?

Essensmarken dürfen maximal einen Verrechnungswert von 3,10 EUR über Sachbezugswert haben. Der Sachbezugswert liegt momentan bei ebenfalls 3,10 EUR, was ein Gesamtbetrag von 6,20 EUR ergibt. Vorgeschrieben ist ebenfalls das pro Tag maximal 1 „Scheck“ ausgegeben werden darf. Aus Vereinfachungsgründen dürfen pro Monat 15 „Schecks“ ohne weitere Aufzeichnung ausgegeben werden.

-> Gibt der Arbeitgeber diese „Schecks“ nun verbilligt oder kostenlos ab, führt dies zu einem steuerpflichtigen geldwertendem Vorteil (gem. § 40 Abs. 2 EStG – 25%).

-> Zahlt der Arbeitnehmer zum Erhalt der Essensmarke den Sachbezugswert selbst, führt dies zu keiner Versteuerung.

Das Bundesministerium für Finanzen hat in seinem Schreiben klar geregelt, dass eine App die dem Arbeitnehmer einen „Scheck“ gewährt, ebenfalls wie eine Essensmarke zu behandeln ist. Die zuvor beschriebenen Regelungen über den geldwertenden Vorteil sind identisch anzusetzen.   

Sie sind selbst daran interessiert Ihren Mitarbeitern Essensmarken zu überlassen oder tun dies bereits? Gern beraten wir Sie individuell nach Ihren Bedürfnissen und den Gegebenheiten Ihres Unternehmens oder Ihrer Praxis. Sie erreichen unser Lohnkompetenzteam unter:

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Quelle: BMF-Schreiben vom 24. Februar 2016, Az. IV C 5 - S 2334/08/10006 

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